Sonne und Schatten

572 Aktive beim Meininger 24-Stunden-Schwimmen

Wie nahe Freude und Enttäuschung, Glück und Pech, Sieg und Niederlage beieinander liegen, das wissen wohl Sportler am besten. Und so war es auch das Bild des diesjährigen Meininger 24-Stunden-Schwimmen, als die glückliche Olympiasiegerin Mariama Jamanka der enttäuschten Weltrekordlerin Vera Niemeyer etwas Trost spendete. Mit dem Ziel angetreten, als erst Frau mehr als 100 Kilometer zu schwimmen, musste Vera Niemeyer verletzungsbeding nach 4,5 Stunden und knapp 20 Kilometern aufgeben. Bis dahin lag sie voll auf Weltrekordkurs. Gut, dass neben der Sonne und den 572 Wasserratten auch die Schirmherrin Mariama Jamanka das Strahlen zurück ins Freizeitzentrum an der Rohrer Stirn brachte. Da nicht jeder zur Autogrammstunde aus dem Wasser steigen konnte, signierte die Bobolympiasiegerin ganz spontan direkt am Beckenrand. „Das Wetter und die Stimmung der Gäste haben gepasst, also war es eine gute Veranstaltung.“, resümiert Cheforganisator Michael Brenz. Warum bei bestem Wetter nur eine durchschnittliche Teilnehmerzahl gezählt wurde, bleibt den Veranstaltern aus den Reihen der Meininger Stadtwerke und dem Schwimmverein Wasserfreude dennoch ein Rätsel. Ist es doch das erklärte Ziel, dass möglichst viele kleine und große Schwimmer in Wasser gehen, denn jeder Meter zählt. In Summe kam eine Strecke von 2.827,05 Kilometern zusammen, was der Distanz zwischen Meiningen und Ägypten entspricht. Die längste Strecke schwamm Anne Hembd aus Zwickau mit 53,0 Kilometern, die männliche Wertung gewann der Bermbacher Chris-Pascal Hoffmann mit 52,0 Kilometern. Und da nach dem 24-Stunden-Schwimmen auch gleich wieder vor dem 24-Stunden-Schwimmen ist, wurde der Termin für 2019 bereits festgelegt und vom Bürgermeister Fabian Giesder bei der Siegerehrung bestätigt. Am 6. und 7.7.2019 sollen wieder mehr als 600 Besucher ins Wasser gehen und ein neuer Weltrekordversuch von Vera Niemeyer starten.

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